Unsere Athleten: Lea Ahrens

In unserer neuen Serie „Unsere Athleten“ stellen wir erfolgreiche und sympathische Athleten und Athletinnen aus dem Bezirk vor. Den Anfang macht Lea Ahrens vom LAV 07 Bad Harzburg. Lea wurde dieses Jahr Deutsche Meisterin in der Halle über 400m und nahm bereits an Jugendweltmeisterschaften in Kolumbien teil. 

Name: Lea Ahrens
Verein: LAV 07 Bad Harzburg
Heimattrainer: Georgi Kamenezki
Geburtsdatum: 26.07.1998
Disziplin: 400m Hürden
Lieblingswettkampfort im Bezirk Braunschweig: Harlingerode

 

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Bitte beschreibe ein typisches Training in deinem Heimatverein?

Meine typische sportliche Woche beginnt am Montag mit Krafttraining in Goslar. Dort verbringe ich 40 bis 50 Minuten mit Krafttraining, danach noch 4x10 Froschsprünge und 20 bis 30 Minuten Nachbereitung. Das gleiche Programm mache ich am Donnerstag. Dienstags und Freitags fahre ich nach Hannover, um an meiner Hürdenausdauer zu arbeiten. In der Wintervorbereitung haben wir verstärkt an meiner Technik gearbeitet, ich bin also nur im 3er Rythmus über die Hürden gelaufen. Jetzt, in der Sommervorbereitung, machen wir ausschließlich nur noch Langhürde, sprich 2 mal bis zur 3 Hürde, von der 3 bis zur 8 Hürde und von der 7 bis zur 10 Hürde. Danach sind noch Tempoläufe dran, wie zum Beispiel 60, 60, 120, 180. Mittwochs steht dann ein regeneratives Programm an: lockeres Aufwärmen, Koordination und als "Hauptprogramm'' 3x5x200. Samstags ist immer ein Ausgleich dran, also Rad fahren, schwimmen, Inliner fahren... Hauptsache was anderes außer laufen. 

Wie bist du zur Leichtathletik gekommen?

Zur Leichtathletik bin ich eigentlich nur durch Zufall gekommen. Eine Freundin von mir hat damals in Jerstedt Leichtathletik gemacht und mich dann einfach mal mit zum Training genommen. Das hat mir so gut gefallen, dass ich dabei geblieben bin. Mein erster Verein War also TSG Jerstedt, bevor ich zum LAV 07 Bad Harzburg gewechselt bin. Mein ehemaliger Trainer von der TSG, Karsten Färber, meinte damals, er könne mich mehr trainieren und hat mir also geraten, einen neuen Verein zu suchen.  So bin ich dann beim LAV gelandet.

Erzähl bitte von deinen ersten Bezirksmeisterschaften.

Bei meinen ersten Bezirksmeisterschaften bin ich über 60m in der Halle in Salzgitter, im älteren Jahrgang, gestartet. Ich war ziemlich nervös vor dem Lauf und habe mich damals über den dritten Platz sehr gefreut. Heute sind es natürlich ''nur'' noch Bezirksmeisterschaften, aber es ist schön zu sehen, wie sich meine sportliche Karriere entwickelt hat und wo ich jetzt stehe.

Was war dein schönstes Erlebnis bei einem Wettkampf im Bezirk Braunschweig?

Ich denke mein schönstes Erlebnis war mein erster Bezirksmeisterschaftstitel in Braunschweig am Anfang meiner ''Leichtathletikkarriere'', damals noch über 800m. Ich war wieder sehr nervös vor dem Start, deswegen war die Freude danach umso größer.

Wie hast du deinen bisher größten sportlichen Moment erlebt?

Bei meinen größten sportlichen Momenten will ich mich eigentlich gar nicht auf einen festlegen. Einmal natürlich das Finale 2015 bei der Weltmeisterschaft in Kolumbien über 400m Hürden. Dieser Moment, in einem vollem Stadion, mit über 40.000 Zuschauern und sich mit den besten Hürdenläuferinnen der Welt zu messen, war einfach atemberaubend. Danach in Jena meinen ersten deutschen Meistertitel zu holen, war einfach das "i-Tüpfelchen" einer perfekten Saison. Ein weiterer besonderer Moment war dieses Jahr bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen. Nach dem Seuchenjahr 2016 und Trainerwechsel, habe ich mich mit dem Titel als Deutsche Meisterin nach der Verletzung wieder zurückgemeldet und mir auch selber gezeigt, dass die anderen wieder mit mir rechnen müssen.

Was sind deine sportlichen Ziele?

Meine sportlichen Ziele für kommende Saison ist die U20 Europameisterschaft in Grosetto/Italien, sowie den Deutschen Meistertitel über 400 oder 400 Hürde wieder zurück nach Goslar zu holen. Das Wichtigste jedoch ist erstmal, verletzungsfrei und gesund durch die Vorbereitung zu kommen.

Wir danken Lea ganz herzlich für das Interview.

Interview: Julien Karn